
Projekt Stolpersteine:
Das „Projekt Stolpersteine wurde 1997 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Er erinnert damit an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er über 5500 Steine in 97 Ortschaften verlegt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.
Jugendprojekt in Siegen
Der des Stadtjugendring Siegen e.V. hat das Projekt des Kölner Künstlers zum Anreiz genommen ein Jugendprojekt zu planen, in dem sich Jugendgruppen mit der Zeit des Nationalsozialismus besonders auf lokaler Ebene beschäftigen.
Ob aus dem CVJM, der Sportjugend, den Pfadfindern, einem Jugendchor ........ jeder kann mitmachen.
Über den Austausch und der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema, sollen Teilnehmer gegenüber heutigen extremistischen Strömungen sensibilisiert und in ihrer Gegenposition gestärkt werden. Des Weiteren soll durch das Projekt und besonders durch die Aktion „Stolpersteine“ die historischen Ereignisse für nachfolgende Generationen gesellschaftliche verankert werden.
Für dieses Projekt konnte der Stadtjugendring Siegen e.V. mit seiner Einrichtung BlueBox die Stiftung „Demokratie im Alltag“ der Martin Hoppmann GmbH begeistern, die darauf hin die Finanzierung des Projektverlaufs übernommen hat.
Jugendgruppen befassen sich mit dem Thema Nationalsozialismus in lokalem Kontext
Zentraler Teil des Projektes ist es, das interessierte Jugendgruppen sich mit Einzelschicksalen jüdischer Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus oder anderen Personen, die vom NS-Regime verfolgt wurden, auseinandersetzen und austauschen. Hierzu wird eine „Geschichtswerkstatt“ als Koordinierungsstelle eingerichtet, die sich gemeinsam in den unterschiedlichen Gruppen mit geschichtlichen und städtischen Besonderheiten des Nationalsozialismus in Siegen befasst und ein Beitrag zu einer Ausstellung am Ende des Projektes erarbeitet. Als Informationsquellen ist es neben dem Stadtarchiv und Büchern derzeit noch möglich Zeitzeugen aus der Umgebung einzuladen, um von ihnen Erlebnisse geschildert zu bekommen und in Austausch zu treten. Die so gesammelten Informationen über einzelne NS-Opfer fungieren wiederum als Grundlage zur Setzung von Stolpersteinen des Kölner Künstlers Demnig, welches den Abschluss der Gruppenarbeit markiert und ein Mahnmal in das öffentliche Straßenbild der Stadt Siegen einfügt.
Die theoretische Gruppenarbeit wird mit einer Reihe von Angeboten an die Jugendgruppen abgerundet, durch die auf verschiedenen Ebenen Zugänge zum Thema verschafft werden sollen. Hierzu gehört das Angebot eines alternativen Stadtrundgangs, Filmbeiträge oder ein Besuch im Aktiven Museum Südwestfalen. Darüber hinaus ist es je nach Interessenlage der Gruppe auch denkbar, Gedenkstättenfahrten zu organisieren, bei denen die Auseinandersetzung mit dem Thema vertieft und ausgeweitet werden kann.
Kontakt: Stadtjugendring Siegen e.V., Kinder-und Jugendfreizeiteinrichtung BlueBox
Ralf Schumann, Tel.: 0271/2342968
oder per E-Mail an:
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